Städtetrip Tipps

Auf Pottbesuch: 96 Stunden in Essen (Teil 1)

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-45Ich verlasse Essen mit einem Grinsen so fett wie die Currywurst, die ich zum Abschied verdrücke. Gut, dass ich diesmal ausgestiegen bin. Aber von Anfang an:

Eine Stunde westlich von Essen bin ich aufgewachsen, eine Stunde nördlich von Essen lebe ich seit Jahren. Regelmäßig steige ich am Essener Hauptbahnhof um. Und doch habe ich von der Stadt nie mehr gesehen als die Bahngleise. Symptomatisch: Was vor der Haustüre liegt, lässt man links liegen. Deutschland im Großen, Essen im Kleinen.

Aber jetzt endlich: Ab in den Pott, aussteigen, Essen fassen.

Dafür plane ich zunächst 48 Stunden ein, das sollte doch reichen. Nach vier Tagen denke ich: Du musst nochmal wiederkommen. Deshalb teile ich meinen Post in zwei Teile. Hier zu lesen: Tag 1 und 2.

Hier geht’s zum zweiten Teil mit Tag 3 und 4.

Bevor ich mich aufmache, Essen zu erkunden, frage ich meine Facebook-Freunde nach Insider-Tipps. Natürlich könnte ich ausschließlich im Reiseführer oder bei Tripadvisor recherchieren – aber die besten Ratschläge geben immer noch Menschen, die in einer Stadt leben oder gelebt haben.

So ergibt sich über zwei Ecken, dass ein junger Essener Fotograf anbietet, mich mit seiner Kamera zu begleiten, mir einige Highlights seiner Stadt zu zeigen und ein paar Bilder zu schießen.

Ich treffe mich mit Ian Siepmann Baum am Bahnhof, der erste Spot ist nur zehn Gehminuten entfernt:

Tag 1

11:00 Uhr: Alles bunt im Unperfekthaus

Eine bunte Kreativ-Enklave wie das Unperfekthaus hätte ich eher in Berlin als im Ruhrgebiet vermutet. In einem ehemaligen Franziskanerkloster hat der Essener Unternehmer Reinhard Wiesemann auf sieben Etagen ein Künstler- und Gründerdorf hochgezogen. Mitten im Stadtkern, einzigartig in Deutschland.

Kreative bekommen hier Raum, sich auszutoben. Einzige Voraussetzung: Sie müssen sich dabei über die Schulter schauen lassen.

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have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-22Einer produziert Tiersärge für den Heimbedarf, ein Anderer experimentiert mit einer „Angezogen-Sauna“. Ist es voll, probt schon mal eine Deathmetal-Band im selben Raum mit dem Stammtisch niederländischer Back-Seniorinnen. Für die Kleinen gibt es die KKW, die Kinder Kultur Werkstatt.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-23have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-17 Das Malergewerbe zählt schon fast zum konservativen Sektor. Ich quatsche mit Ariyadasa Kandege aus Sri Lanka, der stolz seine Urkunde als weltweit einziger eingetragener „Ruhrstadtmaler“ präsentiert.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-21 have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-20Er gehört zu den Erfolgsgeschichten des Unperfekthauses, das für viele Kreative ein Sprungbrett ist. Wo sonst bekommt man für 15 Euro im Monat ein Atelier samt Technik, Website, PR-Beratung und All-You-Can-Kaffee.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-16Als Besucher sind wir Teil des Gesamtkonzepts, das sich unter anderem durch den Eintrittspreis finanziert: Genau wie Kreative und Selbstständige, die nur einen Tag bleiben, zahlt man je nach Dauer des Aufenthalts zwischen 4 und11 Euro für den Besuch. Alle alkoholfreien Getränke inklusive.

Außerdem kann man im Unperfekthaus recht günstig Räumlichkeiten für Seminare, Events und Hochzeiten mieten oder im Unperfekthotel und einem WG-Apartment übernachten.

Ziemlich lecker ist das Buffet für rund 12 Euro. Damit gefüllt fahren wir weiter in den Norden der Stadt.

15:00 Uhr: Industrieromantik auf der Zeche Zollverein

Das ehemalige Steinkohlebergwerk Zeche Zollverein ist ohne Zweifel das Aushängeschild der Stadt: Einziges UNESCO-Weltkulturerbe des Ruhrgebiets und nach dem Kölner Dom die meistbesuchte Attraktion in NRW. Wer auf Industrieromantik steht, ist hier richtig. Wer nicht, ebenfalls.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-33Das Angebot überfordert: Ruhr Museum, Red Dot Design Museum, Schwimmen im Übersee-Container, über 20 verschiedene Führungen – hier könnte man locker mehrere Tage verbringen.

Wir picken uns die Führung „Über Kohle und Kumpel“ heraus und erwarten, von einem ehemaligen Essener Bergmann mit breitem Ruhrpottdialekt geführt zu werden. Doch unser Guide kommt nicht aus Kettwig oder Kupferdreh – er kommt aus Nepal. Irgendwie auch typisch Ruhrgebiet.

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have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-28Zwei Stunden führt er uns durch die Anlage. Videoprojektionen und Sounds lassen die alten Maschinen zum Leben erwachen. Wir stemmen einen massiven Presslufthammer, mit dem die Kumpel früher acht Stunden am Tag gearbeitet haben, und bekommen einen Eindruck, was echte Maloche ist. Nie wieder werde ich darüber klagen, dass mein Arbeitsgerät, ein Notebook, zwei Kilo wiegt.

19:00 Uhr: Bohème am Isenbergplatz

Der Isenbergplatz im Essener Südviertel hat einen Hauch von Paris: Second-Hand- und Designer-Läden, Cafés und Restaurants, die im Gegensatz zur Innenstadtgastronomie nicht von der Stange kommen. Im Zentrum ein Spielplatz. Hier können die Mütter ihre Kinder im Blick halten, während sie am Espresso nippen.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-48 have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-44Wir setzen uns auf den Fenstersims des bunten Cafés Gold Bar und werden sofort angequatscht. Wir sind eben im Pott.

Schmuck- und Lebenskünstlerin Cem erzählt die Geschichte des obdachlosen Akkordeonspielers Günni, der hier bis zu seinem Tod im Jahre 2004 durch die Bars tingelte, und dessen Statue nun vor dem Café Click über den Platz wacht. In Essen baut man auch einem kleinen Mann ein Denkmal.

Cem schwärmt gerade von den stadtbekannten holländischen Frietjes im benachbarten Café De Prins, als ihr Sohn vom Spielplatz zurückkommt, sich zwischen uns setzt und es seiner Mutter gleichtut. Mit funkelnden Augen plaudert er von seinem Vater, einem berühmten Samurai. Ganz sicher bin ich mir nicht, was Fantasie, was Realität ist. Aber welche Rolle spielt das, wenn man kindliche Begeisterung spürt.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-45Nach einer Stunde verabschieden wir uns, denn der Magen knurrt.

20:00 Uhr: Abendessen im Zodiac

Man kennt sie, die standardisierten Phrasen der Speisekartentexte: Hier stehe der Gast ganz besonders im Mittelpunkt. Man solle sich wohl und wie zuhause fühlen. Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit seien ohnehin oberste Gebote. Blablub.

Aber: Im Zodiac glaube ich es zum ersten Mal, dass etwas mehr dahinter steckt als Werbesprache aus der Mottenkiste. Spätestens, als ich mich mit Mo unterhalte, dem 72-jährigen Besitzer des Zodiac, merke ich, dass hier wirklich ein anderer Vibe schwingt. Sanftmütig erklärt er die Philosophie seines detailverliebten Bio-Restaurants.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-53 have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-54have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-52Die vielen kleinen, versteckten Botschaften im Mini-Dschungel des Zodiac. Warum sich hier alles um die magische Zahl zwölf dreht. Wie zwölf Freunde mit zwölf unterschiedlichen Sternzeichen die zwölf verschiedenen Pizzen prägten.

Leider können wir sie nicht alle testen. Denn Vollkorn-Pizza macht nicht nur satt, sondern auch schläfrig – weswegen der erste Tag noch vor Mitternacht endet.

Tag 2

13:00 Uhr: Großstadtauszeit im Grugapark

Ich mag Stadtparks. Einmal drin, vergisst man, sich in einer Großstadt zu befinden. Nur der Blick auf die Bürogebäude hinter den Baumwipfeln erinnert daran, dass sich in der Welt draußen das 9-to-5-Hamsterrad weiterdreht.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-152014 habe ich bei einer Australienreise viele Stunden in den Stadtparks von Sydney und Melbourne verbracht. Wunderschön. Aber der Grugapark muss sich hinter den beiden nicht verstecken.

Zwischen Bäumen und Büschen chillen junge Pärchen, türkische Großfamilien machen Picknick und zwei Rentner Yoga. In einer Themenecke lernt man etwas über fair gehandelten Kaffee.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-7 have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-8Der Grugapark ist eine gute Mischung aus Stadtpark, botanischem Garten und Zoo (ich werde von Flamingos aus Kuba schief angeguckt).

Direkt nach der Bratwurst mit „Brötschen“ ist mein persönliches Highlight des Parkbesuchs ein einfacher Knopf auf einer Infotafel im Rosengarten. Drückt man ihn, ertönt die wohl entspannendste Stimme, die ich je bei einem solchen Audio-Guide gehört habe.

Nach 15 Minuten bin ich tiefengechillt – und weiß alles über Rosen.

17:00 Uhr: Zeitreise zur Margarethenhöhe

Verlässt man den Grugapark am Ausgang „Lührmannstraße“ ganz im Westen, erreicht man zu Fuß in wenigen Minuten die Margarethenhöhe. Die Gartenstadt wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Margarethe Krupp als Wohnsiedlung für Angestellte der Firma Krupp und Beamte der Stadt Essen gestiftet.

Die Siedlung hat nichts wirklich Spektakuläres, der Baustil wirkt fast etwas trist. Trotzdem genieße ich es, durch die Gassen zu streunen und mich durch den 50er-Jahre-Charme ein wenig in die Vergangenheit versetzen zu lassen.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-11have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-9Auf den ersten Blick gleicht ein Wohnhaus wie ein Ei dem anderen. Aber ein Pärchen Anfang zwanzig, das ich auf dem Weg vom Grugapark kennenlerne, erklärt: Jedes Haus besteht zwar aus den gleichen Bauelementen, die aber jeweils individuell kombiniert wurden. So hat jedes Haus seinen eigenen Charakter. Merke: Unterhalte dich mit Einheimischen, dann erkennst du Details.

Weil die Margarethenhöhe im Süden der Stadt liegt, der begehrtesten Wohnlage, ist es für Otto-Normal-Essener schwierig bis unmöglich, hier eine Wohnung zu bekommen. Der Weg führt über eine Warteliste – oder man erbt das Recht, hier zu mieten. Das Paar will bleiben.

19:00 Uhr: Burgergenuss im Tofino

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-49Von der Margarethenhöhe zum Tofino zu fahren, kommt einem kleinen Zeitsprung gleich. Schließlich sind Premium-Burgerschmieden mit Bio-Fleisch ein ziemlich aktueller Trend. Der Veggie-Bewegung zum Trotz sprießen sie samt schwarzen Retro-Schildern mit weißer Kreideschrift in ganz Deutschland aus dem Boden. Auch in Essen.

Der Laden ist angesagt und proppenvoll. Zu recht, denn der Hamburger ist eine Augen- beziehungsweise Gaumenweide (meine Empfehlung: “The Italian”).

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-13 Was mir neben dem Burger besonders gefällt: Im Tofino sitzen nicht nur Studenten, Young Professionals und Hipster. Auch der Arbeiter, den wir gerade noch am Kiosk trafen, und eine Oma gönnen sich hier ihre Portion Rindfleisch.

Für uns ist die Grundlage für den folgenden Kneipenbesuch gelegt.

21:00 Uhr: Samtkragen in der Ampütte

Jeder Essener kennt die Ampütte, Kultspelunke im Ausgehviertel Rüttenscheid, in der Hinz und Kunz mit Jung und Alt Stauder-Pils trinken. Seit über 100 Jahren eine Institution.

Schon David Copperfield ließ sich vom authentisch-angestaubten Ambiente verzaubern: Asbach-Uralt-Reklame, Oma-Möbel und Registrierkasse aus den 60er Jahren. Nicht, weil’s hip ist – es hat einfach nie jemand etwas geändert.

Die Lampenschirme sollte man tatsächlich besser unberührt lassen, will man nicht von einer Ladung Staub bedeckt werden. Und noch ein Tipp: Unbedingt die (Herren-)Toilette besuchen. Hier wird der Begriff „Minimalismus“ neu definiert.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-1have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-59Ich quatsche gerade mit Stammgast Manni, Jahrgang 1935, über seine Karriere-Odyssee durch verschiedene Essener Edeka-Filialen, als mir der Wirt der Ampütte einen „Samtkragen“ anbietet.

Samtkragen? Why not! Aber was ist das?

„Typischer Schnaps von hier“, sagt er, „musst du mal probiert haben.“

Boonekamp thront auf Korn. Runter damit.

Leider ergibt Minus und Minus beim Geschmack nicht Plus. Ich frage den Wirt, ob sich von diesem Höllentrunk bisher niemand habe übergeben müssen.

„Der wird bevorzugt nach dem Übergeben getrunken“, lacht er.

Wir ziehen weiter.

23:00 Uhr: Feierabend in der Drehscheibe

Die Drehscheibe wird mir im Vorfeld mehrfach empfohlen. Allerdings ohne ausschmückende Details.

„Da muss man einmal rein, wenn man in Essen ist“, so der Tenor.

Ein Blick auf die Website reicht, um zu wissen, was uns erwartet:

“Hier dreht sich seit 1993 alles um das Thema Schlager, flotte Musik, nette Leute, gepflegte Getränke, gute Laune und Party.”

René Pascal, selbsternannter „Schlagergott aus dem Kohlenpott”, auch bekannt durch Auftritte bei TV Total, legt in Seelenruhe wummernde Schlager auf.

have-you-seen-germany-essen-ruhrgebiet-ruhrpott-2Die Scheibe dreht sich, die Zeit nicht: Jeder Gast könnte genau im Outfit des heutigen Abends auch schon 1983 hier gewesen sein. Wir scheinen die einzigen Trash-Touristen zu sein, die Renés Hits „Du hast so wunderschöne blaue Augen“ und „Jambalaya“ nicht mitsingen können.

Um kurz nach eins verstummt die Musik abrupt. Denn anscheinend reißt Renés Schlagermix nicht jeden Gast vom Hocker. Oder gerade eben:

“Ey, dat geht nicht. Da hinten is’ schon wieder einer aufm Tisch am Pennen.”

Wir deuten es als Wink des Schicksals und machen die Biege.

Im zweiten Teil des Essen-Besuchs geht’s weiter mit Villen und Van Gogh, Segeln und Stadtstrand, tödlichen Viren und beengten Grillhähnchen.

Werde Fan bei Facebook, dann bekommst du Bescheid, worüber ich als nächstes berichte.

Was denkst du über Essen?

Auch mal Lust auf einen Pottbesuch?

Ich freue mich über deinen Kommentar!

 

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22 Comments

  • Reply Frau Margarete August 22, 2015 at 09:00

    Schöner Bericht über meine aktuelle Wahlheimat 😉 Manches kenn ich schon, anderes muss ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Leckere Burger zum Beispiel, und vom Zodiac hab ich schon häufiger gehört. Bin gespannt auf Teil 2 🙂

    • Marvin
      Reply Marvin August 24, 2015 at 11:35

      Hallo Margarete,

      freut mich, dass mein Bericht selbst für dich als jemand, der in Essen lebt, noch Inspiration liefert, in der Heimat Neues zu entdecken.

      Teil 2 kommt bald…:)

      Viele Grüße

      Marvin

  • Reply Gaby Renz August 25, 2015 at 09:33

    Hallo Marvin,
    ein tolles Blog hast Du da und der Artikel über Essen ist wirklich klasse! Bist Du auch mit Bus und Bahn gefahren – zum Beispiel mit der KulturLinie 107, die u.a. am Weltkulturerbe Zeche Zollverein vorbeifährt? Die haben wir – die Essener Verkehrs-AG – vor zehn Jahren ins Leben gerufen. In unserem EVAG-Blog (http://blog.evag.de) haben wir aus diesem Grund vor zwei Wochen zur Blogparade aufgerufen. Hast du vielleicht Lust bei unserer Blogparade mitzumachen? Sie läuft noch bis zum 22. September; wir würden uns freuen! 107 Grüße aus Essen, Gaby

    • Marvin
      Reply Marvin September 5, 2015 at 15:04

      Hi Gaby,

      danke schön! Ich hatte auch überlegt, noch mit der Kulturlinie 107 zu fahren, aber einfach zu viel vorgehabt. Werde ich bestimmt irgendwann nachholen.

      Mit der Blogparade ist eine schöne Idee, viel Erfolg dabei. Leider bin ich jetzt erstmal außerhalb des Potts unterwegs. Sag gerne Bescheid, wenn ihr im nächsten Jahr noch mal was Ähnliches startet.

      Viele Grüße

      Marvin

  • Reply Andreas August 25, 2015 at 10:25

    Schöner Bericht … Gefällig geschrieben und angenehm zu lesen. Aber doch eher „Mainstream“ von Essen. Andererseits: Wer mal zwei Tage oder gar eine Woche hier ist, wird genau das sehen/erleben wollen.
    Die Aussagen zur Margarethenhöhe würde ich so nicht bestätigen. Der „Süden“, das ist eher Bredeney, Schuir, Rellinghausen, Werden, ggf. Kettwig und nochmal was anderes (und deutlich südlicher) als Margarethenhöhe. Margarethenhöhe ist vor allem beliebt wegen Flair und – zumindest bis vor einiger Zeit noch – vergleichsweise preiswertem Mietwohnraum.

    • Marvin
      Reply Marvin September 7, 2015 at 10:54

      Hi Andreas,

      danke erstmal. Ich bin es auch so angegangen: Wenn man Leuten, die maximal ein paar Tage Zeit haben, etwas empfehlen würde, was wäre das?

      Und klar, viele Sachen sind eingefleischten Essenern natürlich bekannt. Aber gerade so ein Restaurant wie das „Zodiac“ habe ich überhaupt nicht als „Mainstream“ empfunden. Vielleicht entdeckst du ja im zweiten Beitrag etwas, was du noch nicht kennst: http://have-you-seen.com/germany/pottbesuch-in-essen-teil-zwei/

      Viele Grüße

      Marvin

  • Reply nina August 25, 2015 at 13:51

    Hallo Marvin, sehr schön geschrieben! Ich bin Essenerin und bin gespannt, was Du an Deinem 2 Teil beschreibst. Vielleicht hast Du mal Lust, mein Verständnis von „ausm Pott“ und meine Liebeserklärung an unserer rauhe, herzliche, voll-konkret-krasse Heimat zu lesen. … LG Nina

    • Marvin
      Reply Marvin August 26, 2015 at 10:16

      Hallo Nina,

      danke schön! Ich schaue gerne mal auf deinem Blog vorbei.

      Viele Grüße

      Marvin

  • Reply Petra Bläcker August 26, 2015 at 08:41

    Finde Deinen Blog echt toll! Interessant und informativ! Wir reisen auch hauptsächlich in Deutschland, weil es hier soooo viele schöne Orte gibt ! Vielleicht kommst Du ja mal in den Westerwald und man sieht sich mal! 🙂 Viel Spass noch bei Deinen Touren durch die Heimat.

    • Marvin
      Reply Marvin August 26, 2015 at 10:17

      Hi Petra,

      Westerwald? Why not! 🙂

      Danke für das Lob und beste Grüße

      Marvin

  • Reply Ulrich Schreiber August 27, 2015 at 10:38

    Wo hast Du übernachtet? Wir hätten Dich gerne eingeladen 😉

    • Marvin
      Reply Marvin August 27, 2015 at 14:57

      Danke, ich konnte bei Freunden und meiner Tante übernachten. Nächstes Mal gerne. 🙂

  • Reply Ruhrmama September 8, 2015 at 15:58

    Hallo Marvin,

    als Mama aus Essen kann ich nur sagen: Super Programm habt ihr euch ausgesucht! Hätte ich genauso gemacht 😉
    Tolle Fotos und ein wunderbar geschriebener Bericht. Falls du nochmal zu Besuch kommst und weitere Anregungen brauchst, schau doch mal auf meinem Blog vorbei.

    LG aus Essen

    • Marvin
      Reply Marvin September 10, 2015 at 20:22

      Danke, schaue ich mir gerne mal an…

  • Reply Michelino September 10, 2015 at 13:41

    Hallo Marvin,

    deine Reise durch Essen liest sich spannend und in den vier Tagen hast du schon einiges Nennenswertes aus unserer Stadt gesehen. Es zeigt sich, daß es eine gute Idee ist, nicht nur auf den Reiseführer zuvertrauen, sondern sich stattdessen auch bei Einheimischen durchzufragen. Darin hast du ja als Vielgereister mit Sicherheit Übung.

    Einer Fortsetzung deines Besuchs in Essen sehe ich mit Interesse entgegen. Habe auch noch ein paar Ideen für dich im Rucksack, wenn du das nächste Mal vorbei schaust.

    Eine Institution in Essen ist die Dampfbierbrauerei in Essen-Borbeck. Sie ist vom HBF Essen mit der S9 – Haltern in wenigen Minuten erreichbar und bietet ein deftiges Angebot an Speisen, selbstgebrautem Bier und Events. Neben der Margarethenhöhe gibt es eine zweite Gartenstadt im Essener Süden. In Kettwig an der Ruhr mit seiner urigen Fachwerkaltstadt wähnt man sich irgendwo im Sauerland; Urlaub pur. Auch der Studenten-Stadtteil Werden hat eine kleine Altstadt, aber mit der Folkwang-Uni vor allem einen interessanten Ort. Hier wurden schon bekannte Filmgrößen ausgebildet. Apropos Film: Der größte deutsche Filmpalast, die Lichtburg in der Essener City, ist immer einen Besuch wert. Hier wurden nach dem zweiten Weltkrieg so einige Visitenkarten bekannter Schauspieler verteilt. Bei einer Rundführung wird alte Kino- und Filmtradition spürbar. Wußtest du, daß im Essener Dom der wertvollste Kirchenschatz (neben dem in Aachen) nördlich der Alpen existiert?

    Zurück zur Hopfenkultur. Neben der von dir bereits besuchten Ampütte solltest du beim nächsten Besuch auch im Wirtshaus „Zum Brenner“ halt machen. Dieses traditionelle Haus gehört neben der Kneipe „Zur Eule“ zum gesellschaftlichen Mittelpunkt des Ausgehstadtteils Rüttenscheid. In der Rüttenscheider Hausbrauerei gibt es zudem echtes Rüttenscheider Bier. In der 11Freunde-Bar wird die Fußballkultur gelebt. Nicht von ungefähr findet dort während der Bundesligasaison jeden Dienstag der Fantalk eines bekannten Sportsenders statt.

    Noch ein Satz zur Drehscheibe: Sie ist in der Tat ein sehr skurriler Ort in Essens Kneipenszene. Ich vermute mal, du warst dort innerhalb der Woche, denn an den Wochenenden treibt sich dort ein altersmäßig sehr gemischtes Publikum rum, welches die ganze Nacht durch feiert.

    Schöne Grüße aus Essen!
    michelino

  • Marvin
    Reply Marvin September 10, 2015 at 20:24

    Hi Michelino,

    ja, Tipps von Einheimischen sind immer das Wertvollste. Einmal stand ich in Indien an einem Bahnhof und habe einfach Leute gefragt: nach Norden oder Süden? Und alles wurde gut… 🙂

    Danke auch für deine Tipps, dann weiß ich, was ich mir beim nächsten Besuch noch ansehen kann.

    Viele Grüße

    Marvin

  • Reply Adventure-Blogger verraten ihre aufregendsten Erlebnisse April 26, 2016 at 07:01

    […] Im letzten Sommer habe ich mir für meinen Blog Have You Seen Germany die Ruhrpott-Metropole Essen angeschaut. Eben weil es für mich vor Tür liegt, habe ich die Stadt nie wirklich beachtet. Und ich gebe zu: Ich habe Essen völlig unterschätzt (warum lest ihr in meinem zweiteiligen Blogpost). […]

  • Reply Dirk Mai 22, 2016 at 15:36

    Hallo Marvin,
    durch meine Anfrage in einer Facebookgruppe nach neuen Blogs bin ich auch auf deinen gestossen. Ich musste bei dem Artikel mehrfach schmunzeln. Ich arbeite in Essen-Bredeney. Ich fahre auch tagtäglich über den Hauptbahnhof und bin in direkter Reichweite zum Grugapark, doch nach fast 10 Jahren war ich bisher nicht einmal im Grugapark. Ich glaube, jetzt sollte ich es auf jeden Fall nachholen. Das Zodiac kannte ich bisher noch gar nicht. Vielen Dank für den Hinweis.
    Deinem Blog werde ich jetzt direkt mal folgen 🙂

    Viele Grüße und einen schönen Sonntag Abend
    Dirk

    • Marvin
      Reply Marvin Mai 24, 2016 at 15:44

      Hallo Dirk,

      freut mich, dass selbst du als Essener durch meinen Blog noch etwas Neues kennenlernst. Viel Spaß beim weiteren Erkunden. 🙂

      Viele Grüße

      Marvin

  • Reply Jan Juli 20, 2016 at 00:10

    Richtig gut! Ich bin aus Essen und hätte einfach genau die gleichen Sachen vorgeschlagen, die Du gemacht hast. Top! Ich finde auch, dass wir gar nicht wissen in was für einem schönen Land wir leben. Man möchte immer möglichst weit weg, hat aber so viel Kultur und Natur vor der Haustür, dass es echt schon peinlich ist, dass man darüber so wenig weiß! Für mich steht fest: Sommer 2017 bereise ich Deutschland!!!

    • Marvin
      Reply Marvin Juli 20, 2016 at 11:16

      Hey Jan,

      danke für dein Feedback! Schön zu hören, dass ich anscheinend die richtigen Spots empfehlen konnte. 🙂

      Wünsche dir viel Spaß auf deiner Deutschlandreise! Lass es mich gerne wissen, wenn du neue Highlights entdeckst.

      Viele Grüße

      Marvin

  • Reply Sandra September 26, 2016 at 10:13

    Schön von dir meine Heimat so beleuchtet zu sehen 🙂 Freue mich wenn ich aus meinem Urlaub im Designhotel in Südtirol wiederkomme. 🙂

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